Der Portier beim Spitalseingang Corvinusring war eine Institution für sich. Besonders vorbildlich löste diese Aufgabe Johann Prochazka, der dann auch lange Zeit (bis 1979) die Portiersloge der Krankenpflegeschule besetzte. Prochazka – die Ärzte, Schwestern, sogar die Schülerinnen und Schüler durften "Pro" zu ihm sagen – war Auskunftsperson, Ratgeber und für alle auch ein Mensch, dem man seine Probleme und Nöte anvertrauen konnte. Kurzum, der ehemalige Gastwirt war ein Original mit einem phänomenalen Gedächtnis: Unzählige Telefonnummern, auch extramurale, wusste er auswendig! Er war auch mit einer besonderen musikalischen Ader ausgestattet, die man bei so manchen internen Feiern genießen durfte.

Vor allem war er auch Seelentröster für jene Schüler der Krankenpflegeschule, denen er, wenn sie etwa bei der Patho-Prüfung "durchrasselten", väterlichen Trost und Ratschläge mit auf den Weg gab.

Der Informationsschalter im heutigen Landesklinikum gleicht eher einer modernen Hotelrezeption, und die sehr freundlichen und hilfsbereiten Damen und Herren dahinter stehen Patienten und Besuchern mit Rat und Tat zur Seite.

Der Portier beim Spitalseingang Johann Prochazka, singender Seelentröster mit phänomenalem Gedächtnis

Asclepion Kos 5
Altes Portierhäuschen

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Portier mit enormem Zahlengedächtnis und phänomenaler Stimme: "Pro" Johann Prochazka